In festlichem Rahmen kamen Abiturientinnen und Abiturienten, Familien, Lehrkräfte sowie zahlreiche Gäste zusammen, um das Ende eines bedeutenden Lebensabschnitts und den Beginn eines neuen Kapitels zu würdigen.
Die Feier war geprägt von herzlichen Worten, persönlichen Rückblicken und einem spürbaren Gemeinschaftsgefühl. Gleich zu Beginn wurde deutlich: Dieser Jahrgang hat nicht nur erfolgreich das Abitur bestanden, sondern auch seine ganz eigene Geschichte geschrieben. Eine Geschichte, die von Ausdauer, Disziplin und Neugier geprägt war – aber ebenso von Herausforderungen, Zweifeln und dem Mut, immer weiterzumachen. Genau darin, so wurde mehrfach betont, liege der wahre Wert dieses Abschlusses.
In den Redebeiträgen wurde der Weg der Schülerinnen und Schüler als ein Prozess des Wachsens beschrieben – ein Hinausgehen über eigene Grenzen, ein Lernen aus Erfolgen wie aus Rückschlägen. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass Leistung nicht Perfektion bedeute, sondern die Bereitschaft, sich immer wieder neuen Aufgaben zu stellen. Besonders eindrucksvoll war das Bild der „kleinen Schuhe“, das Herr Dr. Dr. Königstein und Frau Genschow sinnbildlich für die ersten Schritte im Leben zur Schau stellten. Es erinnerte daran, dass Entwicklung Zeit braucht, dass Unsicherheiten dazugehören und dass jeder Fortschritt mit Mut verbunden ist. Gleichzeitig wurde deutlich: Mit dem heutigen Tag beginnt ein neuer Abschnitt, in dem die Absolventinnen und Absolventen ihren Weg eigenständig gehen müssen.
Neben diesen nachdenklichen Tönen kam auch die besondere Persönlichkeit des Jahrgangs zur Geltung. Er wurde von diversen Rednerinnen und Rednern als lebendig, laut und niemals zurückhaltend beschrieben – „ein bisschen übergriffig, doch stets charmant, gemeinsam stark und herzlich“, so brachte es die stellvertretende Schulleiterin Frau Genschow auf den Punkt. Die Schülerinnen und Schüler hätten das Schulleben auf ihre ganz eigene Weise bereichert: mit Humor, Kreativität und einer außergewöhnlich engen Gemeinschaft. Unvergessen blieben dabei zahlreiche gemeinsame Erlebnisse – von Kursfahrten und kulturellen Veranstaltungen bis hin zu spontanen Aktionen im Schulalltag. Ob humorvolle Streiche, musikalische Einlagen oder kreative Projekte: Dieser Jahrgang habe Spuren hinterlassen, die noch lange in Erinnerung bleiben werden. Dabei zeigte sich auch eine besondere Eigenschaft: die Fähigkeit, Fehler einzugestehen und mit ehrlicher Herzlichkeit wieder aufeinander zuzugehen.
Die Rednerinnen und Redner betonten zudem die Bedeutung der Gemeinschaft, die diesen Jahrgang getragen hat – eine „schulische Familie“, bestehend aus Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrkräften und nicht zuletzt den Familien im privaten Umfeld. Gemeinsam habe man unterstützt, ermutigt und begleitet. Mit Blick auf die Zukunft wurde den Abiturientinnen und Abiturienten vor allem eines mitgegeben: Vertrauen – in sich selbst, in andere und in das Leben. In einer zunehmend komplexen Welt seien Mut, Zuversicht und Verantwortungsbewusstsein entscheidend. Gleichzeitig wurde dazu ermutigt, sich diese positive Haltung zu bewahren und auch Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen.
Am Ende der Feier stand ein Gefühl, das viele teilten: Stolz auf das Erreichte, Wehmut über den Abschied und Vorfreude auf das Kommende. Um es in den Worten Herrn Dr. Dr. Königsteins zu sagen: Der Jahrgang 2026 verlässt die Schule mit festen Wurzeln und bereit, seine Flügel auszubreiten. Mit herzlichen Glückwünschen wurden die Abiturientinnen und Abiturienten schließlich in ihren neuen Lebensabschnitt entlassen – verbunden mit der Hoffnung, dass ihre Wege sie eines Tages wieder ans heimische VGL zurückführen werden.
Pascal Pick
