Das Stück verbindet das Leben der berühmten Sophie Scholl, welche sich während des Nationalsozialismus für Gerechtigkeit einsetzte, mit dem einer heutigen fiktiven, Jurastudentin. Diese trägt ebenfalls den Namen „Sophie Scholl“, hat jedoch keinerlei Bezug zu der damaligen Heldin.
Durch viele Rückblenden wird das Leben der echten Sophie Scholl gezeigt: Als junges Mädchen war sie noch Teil der Jugendorganisation Bund Deutscher Mädel, in der sie nach der nationalsozialistischen Ideologie erzogen wurde und sich dementsprechend als stolze und überzeugte Anhängerin der Ideologie zeigte. Im Laufe ihrer Jugend änderte sich diese Einstellung jedoch so radikal, dass sie schon 1937 aus dem Bund Deutscher Mädchen ausstieg und sich 1942 der Widerstandgruppe, „Weiße Rose“ anschloss. Sophie nahm kein Blatt vor den Mund und setzte sich laut und mutig für Freiheit und Gerechtigkeit ein. Ihre Meinung vertrat sie beispielsweise, indem sie zusammen mit der weißen Rose Flugblätter gegen den Nationalsozialismus verbreitete. Deshalb wurde sie verhaftet und letztendlich auch getötet. Trotzdem strahlte sie immer eine gewisse Entschlossenheit, mit dem was sie tut, aus.
Die heutige Sophie Scholl muss vor Gericht als Zeuge eine wichtige Wahl treffen: Entweder sie sagt die Wahrheit, und setzt damit wegen der Erpressung von ihrem Professor ihren Karriereweg als Anwältin auf das Spiel, oder sie lügt und widerspricht damit den Werten der Heldin Sophie Scholl, die sich immer für Gerechtigkeit eingesetzt hat. Da Sophie über das ganze Stück auf die damaligen Sophie Scholl angesprochen wird, fällt ihr diese Entscheidung sehr schwer. Schlussendlich entscheidet sie sich dafür auszusagen, womit das Stück endet.
Nach der Aufführung gab die Theaterleitung Susanne Schwarz-Steinherz uns Schülern Zeit, uns in Kleingruppen über das Stück zu unterhalten. Außerdem sollten wir uns auch mit der Botschaft und der Umsetzung des Theaters befassen. Anschließend nutzten wir die Möglichkeit, der Theaterleitung und der Schauspielerin Feedback zu geben und Fragen zu stellen.
Das Stück machte uns nachdenklich und brachte uns die interessante Geschichte von Sophie Scholl und der weißen Rose nah.
Katrin Theiß, 9b
